50 Jahre Bäuerinnen im Tullnerfeld
Am 12. April wurde im Donauhof Zwentendorf ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: 50 Jahre Bäuerinnen im Tullnerfeld. Rund 250 Gäste folgten der Einladung – der Festsaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, einige Besucher fanden nur an den Stehtischen Platz. Dieses große Interesse spiegelte die hohe Wertschätzung wider, die den Bäuerinnen in der Region entgegengebracht wird.
Den Auftakt bildete eine feierliche Heilige Messe, zelebriert von Kazimierz Sanocki. In seiner Predigt würdigte er insbesondere den Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung und die wichtige Rolle der Landwirtschaft und der Frauen im ländlichen Raum. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem eigens gegründeten Jubiläumschor. Sängerinnen aus den verschiedensten Chören des Tullnerfelds probten dafür mehrere Wochen gemeinsam und sorgten unter der Leitung von Anita Zach-Krapfenbauer für eine besonders feierliche Stimmung. Im Anschluss wurde das Festprogramm eröffnet.
Als Ehrengäste konnten unter anderem unsere Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger sowie Landesrat Anton Kasser, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner begrüßt werden. Beide betonten in ihren Grußworten die Bedeutung der Bäuerinnenorganisation für Landwirtschaft, Gesellschaft und regionale Entwicklung. Durch das Programm führte Astrid Nentwich, die mit persönlichen Interviews für lebendige Einblicke in die Geschichte der vergangenen fünf Jahrzehnte sorgte. Dabei wurde deutlich, wie sich die Aufgaben und Herausforderungen der Bäuerinnen im Laufe der Zeit verändert haben – von der klassischen Rolle am Hof bis hin zu vielfältigem Engagement in Bildung, Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit. Für stimmungsvolle Untermalung sorgte die Music & Dance Factory Zwentendorf.
Ein besonderer Programmpunkt war das originelle Schätzspiel rund um die Gesamtlänge von Schürzenbändern, das bei den Gästen für viel Kopfzerbrechen und rege Beteiligung sorgte. Auch kulinarisch hatte das Fest einiges zu bieten: Ein umfangreiches Mehlspeisenbuffet, liebevoll von den Bäuerinnen selbst gestaltet, fand großen Anklang. Der Fotopoint wurde ebenfalls intensiv genutzt – zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, Erinnerungsfotos in festlichem Rahmen aufzunehmen.
Am Nachmittag standen Tradition und Gemeinschaft im Mittelpunkt. Volkstanzgruppen aller Altersstufen – von den jüngsten Tänzerinnen und Tänzern bis hin zur Landjugend des Bezirks Tulln und der Volkstanzgruppe Tulln – präsentierten ihr Können. Besonders beeindruckend war ein gemeinsamer Tanz mehrerer Generationen, der den Gedanken des Miteinanders eindrucksvoll sichtbar machte. Ergänzt wurde das Programm durch eine traditionell humorvolle Einlage der Showgruppe mit kreativen Interpretationen bekannter Künstler.
Ein nachhaltiges Zeichen des Jubiläums ist die eigens erstellte Festschrift, die die Entwicklung der Bäuerinnen im Tullnerfeld dokumentiert und die vielfältigen Aktivitäten der vergangenen Jahrzehnte festhält.
Den musikalischen Höhepunkt und Abschluss bildete ein Konzert von „Die Mayerin“, die mit ihren Liedern für ausgelassene Stimmung sorgte und den Festtag stimmungsvoll ausklingen ließ. Gebietsbäuerin Hedi Kainzbauer zeigte sich in ihren Schlussworten tief bewegt: Sie dankte ihrem Team für den unermüdlichen Einsatz sowie den zahlreichen Sponsoren und Unterstützern, ohne die eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen wäre. Das Jubiläum machte eindrucksvoll deutlich: Die Bäuerinnen im Tullnerfeld stehen seit 50 Jahren für Zusammenhalt, Engagement und gelebte Tradition – und sind auch für die Zukunft bestens aufgestellt.



































