Martina Gössinger: Wenn der Traktor systemrelevant wird
Krisen haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie sich nicht vorher anmelden. Sie kommen einfach und sind da, mal als Pandemie, mal als geopolitische Spannung, mal als Blackout. Und plötzlich reden alle von „Resilienz“, als wäre das Wort schon immer in unserem Wortschatz.
Während wir über Weltordnung, Energieabhängigkeit und Klimakrise diskutieren, steht am Land jemand um fünf Uhr früh im Stall, ein Traktor wird mit Diesel betankt und die Maschinen werden für die Ernte hergerichtet. Keine Schlagzeilen, keine Gipfeltreffen – nur Versorgung.
Die Sache ist sehr einfach: Wenn das System wackelt, wird wichtig, wer es trägt. Und das sind nicht unbedingt Apps, Lieferdienste oder Strategiepapiere. Dann zählt, ob jemand vor Ort produzieren kann. Österreich hat rund 150.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das sind nicht nur Bauernhöfe – das sind geheime Sicherheitszentralen.
Vielleicht liegt unsere wahre Neutralität gar nicht nur in Verträgen. Sondern in der Fähigkeit, uns selbst zu versorgen. Und wenn die Welt wieder einmal aus den Fugen gerät, dann ist es gut zu wissen: Österreich hat mehr als schöne Berge, sondern auch Bodenhaftung. Denn wenn es wirklich ernst wird, hilft kein geopolitisches Briefing – aber ein voller Getreidespeicher schon. Stabilität wächst nicht in Konferenzräumen. Sie wächst am Feld.
Und vielleicht sind unsere Bauern längst das, was Strategen so gern fordern: Resilienzstationen. Nur nennen sie es nicht so. Sie nennen es Arbeit.
Während wir über Weltordnung, Energieabhängigkeit und Klimakrise diskutieren, steht am Land jemand um fünf Uhr früh im Stall, ein Traktor wird mit Diesel betankt und die Maschinen werden für die Ernte hergerichtet. Keine Schlagzeilen, keine Gipfeltreffen – nur Versorgung.
Die Sache ist sehr einfach: Wenn das System wackelt, wird wichtig, wer es trägt. Und das sind nicht unbedingt Apps, Lieferdienste oder Strategiepapiere. Dann zählt, ob jemand vor Ort produzieren kann. Österreich hat rund 150.000 landwirtschaftliche Betriebe. Das sind nicht nur Bauernhöfe – das sind geheime Sicherheitszentralen.
Vielleicht liegt unsere wahre Neutralität gar nicht nur in Verträgen. Sondern in der Fähigkeit, uns selbst zu versorgen. Und wenn die Welt wieder einmal aus den Fugen gerät, dann ist es gut zu wissen: Österreich hat mehr als schöne Berge, sondern auch Bodenhaftung. Denn wenn es wirklich ernst wird, hilft kein geopolitisches Briefing – aber ein voller Getreidespeicher schon. Stabilität wächst nicht in Konferenzräumen. Sie wächst am Feld.
Und vielleicht sind unsere Bauern längst das, was Strategen so gern fordern: Resilienzstationen. Nur nennen sie es nicht so. Sie nennen es Arbeit.
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